Ausbildung in der ALBA Group

06.09.2017 – Fachlagerist-Azubi: Ein Händchen für Sonderabfälle

Ausbildung in der ALBA Group: Benedikt Baumgartl ist nicht der Typ für den Schreibtisch. Er bevorzugt die Arbeit als Fachlagerist auf dem Wertstoffhof.
Ausbildung in der ALBA Group

Fachlagerist-Azubi: Ein Händchen für Sonderabfälle

Herr Baumgartl, wie würden Sie die folgenden Sätze beenden?

Auf die Idee mit der Ausbildung brachte mich …
… mein Berufsvorbereitungsjahr. Das ist eine Art Schule, bei der man als Praktikant verschiedene Ausbildungsberufe kennenlernt. Zuerst habe ich mich als Koch, dann als Konditor versucht … und dann kam auch schon mein Praktikum bei ALBA hier in Metzingen. Das hat mir sehr gut gefallen. Ich glaube, die Sympathie beruhte auf Gegenseitigkeit, denn anschließend hat man mir den Ausbildungsplatz als Fachlagerist angeboten.

Mein Traumberuf …
… war früher Fußballprofi, wie bei so vielen Jungs. Zwar spiele ich heute noch immer im Verein, aber ein neuer Cristiano Ronaldo werde ich wohl nicht mehr. Meinem zweiten Traumberuf bin ich heute wesentlich näher, nämlich Baggerfahrer. Als Kind habe ich ständig mit Baggern gespielt. Und heute habe ich zumindest schon den Gabelstaplerschein.

Besonders stolz bin ich darauf, dass ich in meiner Ausbildung …
… viel dazulerne, mich in der Schule gut schlage und auch für meine Arbeit auf dem Hof gelobt werde. Mit diesen Erfolgserlebnissen macht die Ausbildung gleich doppelt so viel Spaß.

Komplett anders, als ich es mir vorgestellt hatte, ist an meiner Arbeit …
… die abendliche Erschöpfung. Früher bin ich an den Wochenenden viel und gerne ausgegangen. Jetzt bin ich froh, wenn ich einfach mal nur in der Hängematte liegen und mich erholen kann.

Was ich mir auch so nicht vorgestellt hatte, war der starke Zusammenhalt im Team hier bei ALBA. Auf dem Hof hilft jeder jedem, wann immer es nötig ist. Und das fühlt sich sehr gut an.

Die meisten Freunde, denen ich von meiner Ausbildung in der Abfallwirtschaft erzähle, …
… denken zuerst, ich wäre ein Müllmann. Ich erkläre ihnen dann, was ich wirklich mache, nämlich Abfälle für das Recycling oder für die energetische Verwertung aufzubereiten.

Ein Beispiel: Hier auf dem Wertstoffhof bin ich gerade für die Logistik des Sonderabfallzwischenlagers zuständig. Ich fülle Fässer und andere Behälter mit Gefahrgut, etwa ölverschmutzte Putzlumpen, Chemikalien, Lacke oder Klebemittel, lagere sie nach Sorten getrennt in Containern oder auf Paletten und bereite sie für den Weitertransport zur Entsorgung vor.

Dabei dreht sich alles um Sicherheit. Und natürlich darum, genau zu wissen, was sich in den Behältern befindet. Dafür muss man den so genannten Abfallschlüssel kennen. Es gibt also viel zu lernen, bevor man richtig mit den Sonderabfällen umgehen kann. Wenn ich all das erzähle, sind die meisten doch beeindruckt, wie vielseitig die Arbeit in der Abfallwirtschaft sein kann.

Am besten gefällt mir an meinem Alltag …
… die Pause. Aber mal im Ernst, die gesamte Ausbildung gefällt mir sehr. Besonders aufregend finde ich es allerdings, den Gabelstapler zu fahren. Lasten von A nach B zu befördern, die ich niemals selbst heben könnte, das hat schon was.

Recycling bedeutet für mich …
… heute mehr als früher. Zwar habe ich schon immer Abfälle getrennt. Doch nachdem der Müll abgeholt wurde, war das Thema für mich erledigt. Jetzt weiß ich genau, was mit den Abfällen hinterher geschieht. Ich weiß auch, was auf den Wertstoffhof gehört, wie es richtig verpackt wird und wer sich um die Verwertung kümmert. Das vormals schwarze Loch „Kreislaufwirtschaft“ ist bei mir jetzt gefüllt.

Für das nächste Jahr wünsche ich mir …
… auf jeden Fall, meine Abschlussprüfung zu bestehen. Und dann im besten Fall übernommen zu werden – aber das muss mein Chef entscheiden. Ansonsten soll alles hier im Betrieb so gut weiterlaufen wie jetzt gerade. Oh, und natürlich wünsche ich mir, irgendwann den Baggerführerschein zu machen.

Herr Baumgartl, das wünschen wir Ihnen auch. Vielen Dank für das Gespräch. (KR)

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(Foto: ALBA Group)


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