Getrennte Sammlung soll hochwertiges Recycling unterstützen

03.04.2017 – Bundestag stimmt neuer Gewerbeabfallverordnung zu

Klarere Regeln für mehr Recycling von Gewerbeabfällen
Getrennte Sammlung soll hochwertiges Recycling unterstützen

Bundestag stimmt neuer Gewerbeabfallverordnung zu

Welche Neuerungen sind von Abfallerzeugern zu beachten?

Kernstück der überarbeiteten Verordnung ist die grundsätzliche Pflicht der gewerblichen Abfallerzeuger, ihre Abfälle nach Fraktionen getrennt zu sammeln. Nur falls das nachgewiesenermaßen technisch nicht möglich oder wirtschaftlich nicht zumutbar ist, können Abfälle weiterhin gemischt erfasst werden. Gleiches gilt für die letzten zehn Prozent, wenn mindestens 90 Prozent aller Abfälle getrennt gesammelt werden.

Werden Abfälle gemischt gesammelt, müssen sie zwingend einer den Vorgaben dieser Verordnung entsprechenden Vorbehandlungsanlage zugeführt werden. Auf jeden Fall ist jeder Erzeuger verpflichtet, den Aufsichtsbehörden die Sammlung und den Verbleib seiner Abfälle lückenlos nachweisen zu können. Kommt er seiner Pflicht nicht oder nicht ausreichend nach, drohen Bußgelder bis zu 100.000 Euro und ein Eintrag in das Gewerbezentralregister.

Striktere Vorgaben auch für Vorbehandlungsanlagen

Auch Vorbehandlungsanlagen werden durch anspruchsvollere Anforderungen an die Sortierung der gemischt gesammelten Abfälle stärker in die Pflicht genommen, um so dauerhaft die thermische Verwertung zu reduzieren und insbesondere im Bereich der Bauabfälle ein höherwertiges Recycling von mineralischen Bauabfällen sicherzustellen. (SR)

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(Foto: ALBA Group)


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